Neben der Straße zum Weiler Kreut entdeckte man 1956, parallel zur heutigen Bundestraße B17-neu, ein römisches Landgut. Dieses exisitierte vom Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. Im Schnittpunkt der auf der gegenüberliegenden Flussseite des Lech verlaufenden ehemaligen römischen Kaiserstaße Via Claudia Augusta und einer Verbindungsstraße zum Brenner lag diese zu den großen Villen der ehemaligen Provinz Rätien gehörende Anlage.
Bei der Peitinger Villa Rustica handelt es sich um eines der in Deutschland seltenen Atriumhäuser, die zudem anstatt der sonst üblichen Eckrisaliten zwei Apsiden aufweisen. Hypocaust-Heizungsanlagen im Haupthaus und im Badehaus, Reste von Wandmalereien, Glasfenster, sowie Terra-Sigillata-Funde belegen den gehobenen Wohnstandard der Anlage.
Abgesehen von der Seltenheit des Gebäudetyps fand sich, eingemauert in den Grundmauern, eine kleine auf beiden Seiten beschriftete Bleitafel. Auf dieser befindet sich, so wird angenommen, ein Liebeszauber, den ein gewisser Clemens verfasst hat und der sich an eine Frau namens Gemella richtet. Ein bisher nicht vergleichbarer Fund, der bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt ist.
Die von 2000 bis 2004 erneut freigelegten Reste des Badegebäudes befinden sich unter einem rundum verglasten Schutzhaus. Informationstafeln erklären die Anlage. Um dieses Schutzgebäude ist ein römischer Küchen- und Heilkräuterlehrgarten angelegt.

Die Ausgrabung

Die Mauerreste der Badeanlage

Der Garten

Ein römischer Küchen- und Heilkräutergarten wurde ebenfalls angelegt

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