Vertreterversammlung Rentenversicherung

Landshut, 19. Juli 2012. Unter Leitung des Vorsitzenden Hermann Brandl tagte gestern die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd.

Die DRV Bayern Süd als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit eigener Selbstverwaltung legt jährlich ihrer Vertreterversammlung, die paritätisch mit Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber besetzt ist,  die Jahresrechnung, quasi die Bilanz des Rentenversicherungsträgers, zur Prüfung und Genehmigung vor.

Das Volumen der Jahresrechnung 2011 betrug rund 8,555 Milliarden Euro. Auf der Einnahmenseite stellen die Versichertenbeiträge in Höhe von 6,601 Milliarden Euro sowie die Mittelzuweisungen des Bundes mit rund 1,881 Milliarden Euro die beiden größten Posten dar.

Auf der Ausgabenseite schlugen die Rentenzahlungen mit all den Zusatzleistungen wie zum Beispiel den Beiträgen zur Krankenversicherung der Rentner sowie die Aufwendungen für Rehabilitationsmaßnahmen mit rund 7,505 Milliarden Euro zu Buche.

Der Vorsitzende der Vertreterversammlung Brandl stellte denn auch fest: „Angesichts der sehr guten wirtschaftlichen Gesamtlage stehen wir als DRV Bayern Süd sehr gut da; wir werden auch weiterhin die Gelder der Versichertengemeinschaft sparsam und effizient einsetzen.“

Günter Zellner, alternierender Vorsitzender, hob hervor: „Die DRV Bayern Süd hat eine Verwaltungskostenquote von nur 2,1 Prozent, das soll uns einmal die gewerbliche Versicherungswirtschaft nachmachen. Und auch wenn wir kein Vertriebsnetz brauchen, ist dieses Ergebnis auf unsere effiziente und gute Arbeit zurückzuführen.“

Elisabeth Häusler, Vorsitzende der Geschäftsführung, zeigte auf, was die DRV Bayern Süd auch in Zukunft interessieren wird: ?Die Einnahmenseite der Rentenversicherung hat sich so positiv entwickelt, dass bei unveränderter Gesetzeslage, der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung im nächsten Jahr von derzeit 19,6 auf 19 Prozent absinken könnte.?

Brandl begrüßte am Abend zuvor den ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester als Gastredner zum Thema: „Die gesetzliche Rentenversicherung – auch in Zukunft sicher?!“.

Riester erklärte, dass die wichtigste Säule im System der deutschen Altersvorsorge die gesetzliche Rentenversicherung ist und auch bleiben wird. „Gerade in den vergangenen Monaten hat man sehen können, wie schnell in einer Finanzkrise sich Banken und deren Produkte negativ entwickeln können“, so Riester und weiter „die gesetzliche Rentenversicherung ist auch für die Zukunft gut gerüstet und sicher.“ Am Ende seines Vortrages stellte er sich auch kritischen Fragen zu der nach ihm benannten privaten Altersvorsorge, der Riester-Rente.