Ausfallende Arbeitsmaschinen stellen insbesondere während der Ernte ein erhebliches Problem dar, bringen sie doch den gesamten Ablauf ins Stocken. Beim Bergen der Maschinen ist Vorsicht geboten. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gibt Tipps, wie Unfälle vermieden werden können. Beim Bergen wirken enorme Kräfte auf Maschinen, Anschlagpunkte und Zugseile. Gibt es eine Schwachstelle, werden diese Kräfte unkontrolliert frei. Die Erfahrung zeigt, dass es dann zu schwersten Unfällen kommen kann.

Anschlag und Hilfsmittel

Zugmittel sind ausschließlich an den dafür vorgesehenen Anschlagpunkten zu befestigen. Die Anhängerkupplung ist nicht zum Bergen geeignet. Eine Ausnahme stellt lediglich die Bolzenkupplung dar. Zum Herausziehen von Arbeitsmaschinen dürfen nur für diesen Zweck zugelassene, ausreichend dimensionierte und unbeschädigte Hilfsmittel verwendet werden. Der Fachhandel bietet spezielle Abschleppschlingen mit geringem Eigengewicht an. Wichtig dabei: Das Eigengewicht des Fahrzeugs erhöht sich durch den Bodenwiderstand merklich. Dies muss bei der Wahl von Hilfsmitteln und Anschlagpunkten berücksichtigt werden.

Bergung organisieren

Bei der Gefährdungsbeurteilung sind folgende Punkte zu prüfen:

Mitarbeiter sollten regelmäßig im Umgang mit Großmaschinen geschult werden, um ein Steckenbleiben durch Fahr- oder Bedienfehler zu vermeiden. Vor Arbeitsbeginn sind die Bodenverhältnisse zu prüfen und festzustellen, ob alle für den „Ernstfall“ notwendigen Hilfsmittel vorhanden sind.

Entladen – graben – absichern – bergen

Ist das zu bergende Fahrzeug beladen, muss es zunächst entladen werden. Je weiter das Fahrzeug frei gegraben wird, desto geringer ist die benötigte Zugkraft. In der Nähe dürfen sich keine unbeteiligten Personen aufhalten, die bei der Bergung gefährdet werden könnten, beispielsweise durch reißende Seile. Beteiligte und Fahrer müssen ständig Sichtkontakt haben. Es sollte ein Verantwortlicher bestimmt werden. Dessen Anweisungen und vorher fest vereinbarten Zeichen wie „Stoppen“ oder „Ziehen“ hat der Fahrer Folge zu leisten.

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für über 700.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt die Sozialversicherung zweigübergreifend durch und bietet ihren Versicherten und Mitgliedern umfassende soziale Sicherheit aus einer Hand. Die SVLFG ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau tätigen Menschen und ihrer Familien.